"Envy, bitte, lasse es uns versuchen." bat er mich. "Und wenn ich aufgeschlitzt werde, was dann? Dann ist alles umsonst." entgegnete ich. "Und wenn wir es nicht probieren, dann sind die Übungen vorher auch umsonst gewesen. Bitte Envy." bat er mich nochmals. Ich schüttelte aber resolut mit dem Kopf.
Ich wollte es nicht, und trotzdem spürte ich plötzlich wie ich in seine Richtung ging. Was zum Teufel? Draeugr behielt mich mit festen Blick fest gefangen. Was ging hier bitte vor? Da spürte ich, wie mein Rücken sich an seine Brust lehnte. Ich geriet innerlich in Panik, aber mein Körper war total entspannt. Wie so oft spürte ich die Einstiche im Rücken, aber obwohl seine Panzerung nun so scharfkantig war passierte nicht mehr. Mein Kopf wurde wieder frei, aber mein restlicher Körper gehörte wieder Draeugr. "Das war nicht fair." entgegnete ich wütend. "Es blieb mir nichts anderes übrig." entgegnete er nur, und ging mit mir zu unserem Übungsplatz im Wald für die Drachenmagie.
"Es ist nicht fair, wenn du mich herumschubsen kannst, wie es dir gerade beliebt." meinte ich, als die Übung zu Ende war. Er leckte meinen Rücken, und kümmerte sich nicht weiter um meine Schimpftirade. "Wie soll ich denn da mal nein sagen können?" fragte ich ihn. Er knurrte leicht. "Du kannst immer nein sagen, aber du musst mit mir trainieren, Envy. Wir müssen Rache nehmen an den Teufeln." sagte er. "Nein, Rache ist falsch." erwiderte ich. Er drehte mich um. "Denkst du das wirklich, obwohl deine Eltern dabei umgekommen sind?" fragte er. Was sollte ich ihm sagen? War ich sauer? Natürlich. Aber Rache würde sie nicht zurück bringen. "Rache bringt sie mir nicht wieder." entgegnete ich ihm. "Das ist wahr, aber du solltest wissen, dass sie nötig ist für Seelenfrieden. Zumindest wenn sie erfolgreich war." summte er in mein Ohr.