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Chapter 2 - Kapitel 2: Selbsthilfe (1)

Lin Wangs Enkelin – berüchtigt bekannt als die übermäßig verwöhnte Jungfer des Lin Palasts. Arrogant, hochmütig und unvernünftig, jeder war in ihren Augen eine winzige Existenz, einschließlich der Königsfamilie.

Lin Wang und der Gründungskaiser des Königreichs kannten sich schon lange. Sie hatten eine großartige Beziehung und schworen sogar einen Eid zum Himmel, Blutsbrüder zu sein. Als das Königreich Qi gegründet wurde, verlieh der Gründungskaiser Jun Xian persönlich einen großen Titel, 'Lin Wang', der ihm eine Macht verlieh, die fast der des Königshauses glich.

Im ganzen Königreich ist es einer der am meisten verehrten Orte, selbst der gegenwärtige Kaiser musste ihnen gegenüber höflich sein. Lin Wang hat zwei Söhne, aber seine extreme Verhätschelung seiner Enkelin Jun Wu Xie hat einen Höhepunkt erreicht. Als sie Gefallen am Zweiten Prinzen fand, zwang Lin Wang den Kaiser, den Zweiten Prinzen und seine Enkelin zu verloben.

Diese arrogante Frau lag jedoch nun in einem so erbärmlichen Zustand auf einigen zackigen Felsen, wäre da nicht Wu Xies Seele gewesen, wäre sie nur eine Leiche, die in der Wildnis abgeladen wurde.

[Beide Beine gebrochen, drei gebrochene Rippen auf der linken Seite, ausgerenktes rechtes Handgelenk... Nach einem Sturz aus solcher Höhe hat dieser Körper auf wundersame Weise überlebt.]

Eine andere Stimme im Körper von Jun Wu Xie ertönte, es war die vertraute Stimme des kleinen schwarzen Kätzchens, das sie mehr als ein Jahrzehnt begleitet hatte und überraschenderweise im selben Körper war.

"Noch am Leben." murmelte Jun Wu Xie, als sie ohne jegliches Anzeichen von Schmerz auf ihrem Gesicht auf den Felsen lag, als hätte der körperliche Schmerz nichts mit ihr zu tun.

[Glückwunsch Herrin, Sie sind dem Tod erneut entkommen.] Schwarzer Rauch sickerte aus Jun Wu Xies Brust und verdichtete sich zu einem kleinen schwarzen Kätzchen, das an ihrer Seite stolzierte.

Sie überlebte eine Katastrophe, schwebte jedoch immer noch an der Schwelle des Todes.

Sie spürte, wie ihre Energie langsam entwich, als sie vor dem sintflutartigen Regen zitterte, der hart auf ihren Körper prasselte.

Sie musste schnell einen Ort finden, um sich vor dem Regen zu schützen, bevor ihre Körpertemperatur weiter sank! Glücklicherweise gab es eine Höhle unter den niedrigen Klippen in der Nähe.

Sich auf ihre beiden Hände und den einzigen Gedanken ans Überleben verlassend, schleppte sie sich in Richtung der Höhle.

Ihre zerfetzten Kleider, durchnässt von Schweiß und durchweicht vom Wolkenbruch, hingen an ihrem zerschlagenen Körper. Eine blutrote Spur zog sich entlang des Weges von den Wunden an ihren Beinen, weggespült vom erbarmungslosen Regen, der auf die kleine kriechende Gestalt niederprasselte. Das kleine schwarze Kätzchen gab gelegentlich aufmunternde Stupser, während sie sich ihren Weg zur Höhle bahnten.

Obwohl sie jede Unze Kraft, die in ihrem gebrechlichen Körper verblieben war, aufgebracht hatte und die Entfernung nicht weit war, war es eine ausdauernde Leistung.

Mit solch einer Menge an Verletzungen und über unebenes Gelände wären selbst diejenigen mit hoher Ausdauer zahlreiche Male in Ohnmacht gefallen.

Als sie endlich die dunkle Höhle erreichte, war ihr Gesicht totenbleich, bar jeder Farbe.

Zusammengekauert an den Wänden der kalten Höhle, endlich frei vom Trommelfeuer des Regens, stieß sie einen kleinen Seufzer der Erleichterung aus. Plötzlich kam eine geisterhafte Stimme aus dem Inneren dieser tiefen dunklen Höhle.

[We..Wer ist da?]

Die kleine schwarze Katze fragte mit ängstlicher Stimme, den Körper gebogen, als sie sich vor Wu Xie warf.

"Geh und sieh nach." würgte Wu Xie hervor, da sie ihre gegenwärtige missliche Lage kannte. Allein in solch einer Umgebung ohne jegliche medizinische Ausrüstung konnte sie ihre eigene Behandlung nicht durchführen, daher konnte sie nur nach anderen Möglichkeiten suchen.

Es wäre am besten, eine andere Person in der Nähe zu haben, die ihr helfen könnte.

Die kleine schwarze Katze führte den Weg an und bewegte sich langsam auf die Quelle des Geräusches zu. In der Dunkelheit spürte Wu Xie die Anwesenheit einer anderen Person.

"Du bist dem Tode nahe." Eine männliche Stimme, getränkt mit einer Spur von Verspieltheit, kam von über ihrem Kopf.